Damit der Zahnarztbesuch kein teures Vergnügen wird

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Dominik Fischer gibt Tipps zum Thema Zahnzusatzversicherung
Sorgfältiges Zähneputzen hin oder her – die eine oder andere Baustelle im Mund lässt sich einfach nicht vermeiden. Wohl aber böse finanzielle Überraschungen, die damit zusammenhängen: Viele gesetzlich Versicherte können dank einer Zahnzusatzversicherung ruhiger schlafen. Die Hintergründe erklärt Versicherungsexperte Dominik Fischer.

Zahnzusatzversicherungen – sind die nicht nur was für Leute mit Geld?
Dominik Fischer: Ganz im Gegenteil. Denn wer Geld hat, hat auch genug auf der hohen Kante, um sich spontan hier das höherwertige Implantat oder da den teuren Knochenaufbau leisten zu können …

Von was für Kosten reden wir hier?
Dominik Fischer: Bleiben wir mal beim Zahnersatz: Die Kasse übernimmt die Hälfte der Kosten für die sogenannte Regelversorgung – also für eine Behandlung, die in erster Linie einfach und zweckmäßig ist. Ein fehlender Zahn etwa wird in der Regel durch eine Brücke oder Metallkrone ersetzt. Der Eigenanteil des Patienten ist hier niedrig dreistellig. Möchte er aber statt einer Brücke ein Implantat und statt einer simplen Krone aus Metall eine aus unauffälliger Keramik, geht der Eigenanteil schon ins Vierstellige.

Und worauf sollte man bei der Tarifwahl achten?
Dominik Fischer: Ganz klar: dass der Tarif den eigenen Bedürfnissen entspricht. Zum einen sollte sich der Versicherte überlegen, in welcher Höhe sich die Versicherung an den Kosten beteiligen soll: Möchte er eine Art Vollkaskoschutz und überhaupt keine Eigenbeteiligung? Oder reicht ein Tarif, der dafür sorgt, dass beispielsweise nur noch 20 Prozent der Kosten übrigbleiben – und wo der Monatsbeitrag dafür etwas preiswerter ist. Zum anderen geht es um die Frage, an welchen Leistungen sich die Zahnzusatzversicherung beteiligen soll. Ein großes Thema ist in der Regel Zahnersatz. Manche Tarife greifen aber auch bei Zahnbehandlungen, Schmerzausschaltung oder sogar bei Kieferorthopädie.

PS.: Die LVM-Krankenversicherung bietet jetzt mit ihrem Produkt „ZahnPremium“ einen sogenannten 100%-Tarif an: „Wir übernehmen die kompletten Kosten, die nach Abzug der Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung übrigbleiben – bei Zahnbehandlung, Zahnersatz und auch für Maßnahmen zur Schmerzausschaltung“, erläutert Dominik Fischer.