Freigericht erfolgreich als...

Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz, Raija Hawly (IHK), Hauptamtsleiterin Diana Schöpf, Bauamtsleiter Bernd Dassinger, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde bei der Zertifikatsübergabe (von links) - Foto: Gemeinde Freigericht

... „Ausgezeichneter Wohnort für Fachkräfte“ re-auditiert
Stellen Sie sich vor, im Rathaus einer der Kommunen im Main-Kinzig-Kreis sitzen eines Morgens der britische Ingenieur mit seiner Familie oder die gerade erst zugezogene Eventmanagerin aus Frankfurt mit ihrem Mann und den Schwiegereltern. Beide sind auf der Suche nach Wohnraum und Betreuungsangeboten für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige. Außerdem möchten sie wissen, was die Kommune an Freizeitaktivitäten zu bieten hat. Der eine oder andere Unternehmer wird sich fragen: Ist meine Kommune hierauf vorbereitet? Freigericht ist es und darf daher für weitere fünf Jahre das Prädikat „Ausgezeichneter Wohnort für Fachkräfte“ tragen. 

Am 7. März übergaben Vertreter der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern die Urkunde für die erfolgreiche Re-Auditierung an Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz.  
Freigericht konnte drei Jahre nach der Erstauditierung als eine von insgesamt 13 Städten und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis erneut vielfältige Angebote für bereits ansässige und neu hinzugezogene Bürger vorweisen und stellte sich erfolgreich den 38 Fragen des Prüfverfahrens. In fünf Handlungsfeldern – Strategische Zielsetzung, Zuzug leicht gemacht, Beruf und Familie, Ausländische Fach- und Führungskräfte und Lebensqualität – sammelte die Kommune zahlreiche Punkte, insbesondere im Bereich Beruf und Familie. 
Freigericht glänzt mit umfassenden Betreuungsangeboten für pflegebedürftige Angehörige und Kinder, so wird z. B. eine durchgehende Ferienbetreuung während der Sommerferien angeboten. Die Gemeinde hat auch einen Babyempfang etabliert, um die jüngsten Einwohner und Fachkräfte von morgen gebührend zu begrüßen.

Für Fachkräfte aus dem Ausland hat die Kommune einiges zu bieten: Im Internet stehen Informationen über kommunale Dienstleistungen in englischer Sprache zur Verfügung. Dank mehrsprachiger Mitarbeiter in der Verwaltung kann gerne auch in einer anderen Sprache kommuniziert werden. Die örtliche Europaschule bietet außerdem ein attraktives Angebot für Kinder von Fachkräften aus dem Ausland. „Freigericht engagiert sich für die weitere Verbesserung seiner Wohnortqualitäten. Die Kommune hat sich diesbezüglich Entwicklungsziele gesetzt, die innerhalb der nächsten fünf Jahre umzusetzen sind. Genau dieses kommunale Engagement ist auch für Unternehmen wichtig, von denen die Mehrheit im Main-Kinzig-Kreis nach dringend benötigten Fachkräften sucht, die hier nicht nur arbeiten wollen“, erläutert die für die Auszeichnung verantwortliche IHK-Mitarbeiterin Raija Hawly. „Unternehmen dürfen das Siegel übrigens bei Interesse gerne für ihre Fachkräftewerbung nutzen. Eine Anfrage bei der Kommune genügt.“ 
IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde lobte Freigericht wie schon die weiteren Siegelträger bei der Übergabe der Urkunden im Dezember 2018: „Sie haben im Rahmen der Prüfung bewiesen, dass bereits vor Ort ansässige und neu hinzuziehende Fachkräfte alle wichtigen Informationen erhalten, sei es in Bezug auf kommunale Services oder Betreuungs- und Freizeitangebote. All dies trägt dazu bei, dass sich Fachkräfte und deren Familien wohlfühlen, in der jeweiligen Kommune bleiben und damit den Wirtschaftsstandort als solchen stärken.“ Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz freut sich über die Re-Auditierung: „Damit werden unsere Anstrengungen anerkannt. Wir verstehen die Auszeichnung als Ansporn, sind stets um weitere Verbesserung bemüht und freuen uns über alle Anregungen, die uns helfen, ein möglichst attraktiver Wohn- und Arbeitsort, gerne auch für Fachkräfte und ihre Familien, zu sein.“ 

Was ist ein „Ausgezeichneter Wohnort für Fachkräfte“?
Das IHK-Qualitätszeichen unterstützt Kommunen darin, nachhaltige Strategien für (Neu)Bürger zu entwickeln und die bereits vorhandenen Qualitäten als attraktiver Wohnort besser herauszustellen. Fachkräfte sollen bedarfsgerechte Angebote und Serviceleistungen vorfinden und sich langfristig in der Kommune und der Region wohlfühlen. Anhand von eigens für dieses Verfahren entwickelten Kriterien in fünf Handlungsfeldern – Strategische Zielsetzung, Zuzug leicht gemacht, Beruf und Familie, Ausländische Fach- und Führungskräfte und Lebensqualität – werden vor allem für Fachkräfte interessante kommunale Serviceleistungen überprüft.  
Weitere Informationen stehen online unter www.hanau.ihk.de und unter www.ausgezeichneter-wohnort.de.