Feste feiern ohne Reue

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Sicherer Umgang mit Lebensmitteln
Spätestens am 1. Mai wird wieder im Freien gefeiert. Zu einem gelungenen Vereins-, Gemeinde- oder Straßenfest gehören Kaffee und selbst gebackener Kuchen, Bratwurst und kühle Getränke. Veranstalter und ehrenamtliche Helfer sollten dabei auf einen hygienischen Umgang mit den Lebensmitteln achten. Auf öffentlich zugänglichen Festen muss die Verpflegung sicher sein, das schreibt der Gesetzgeber vor. Bei manchen Lebensmitteln besteht die Gefahr, dass sich darüber Keime und Krankheiten übertragen. Um das zu verhindern, sind einige Regeln zu beachten. Welche das im Einzelnen sind, können Veranstalter sowie ehrenamtliche Helfer in zwei informativen Broschüren nachlesen, herausgegeben vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) und der Bundesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft e. V.

Kostenloser Download unter:
„Feste sicher feiern – Leitlinie zur Guten Hygiene für Veranstalter“, 40 Seiten
https://www.bzfe.de/inhalt/feste-sicher-feiern-29906.html oder https://bit.ly/2XTHAUO

„Feste sicher feiern – Leitlinie zur Guten Hygiene für ehrenamtliche Helfer“, Kompaktinfo, 30 Seiten
https://www.lfv-bayern.de/media/filer_public/2b/62/2b62dc72-e2fe-4b6e-a7... oder https://bit.ly/2CjuF5A

Die meisten der aufgeführten Regeln sind sicher eine Selbstverständlichkeit. Mithilfe der Hefte kann man überprüfen, ob wirklich an alles gedacht ist. Hier einige Beispiele für eine gute Lebensmittelhygiene bei öffentlichen Festen:

Bauliche Voraussetzungen
Ist der Boden eben und lässt sich gut reinigen? Haben die Tische eine glatte, gut zu reinigende Oberfläche? Gibt es eine Trinkwasser geeignete Wasserversorgung?

Geeignetes Speisenangebot festlegen
In manchen Lebensmitteln vermehren sich Krankheitserreger eher als in anderen. Dazu zählen insbesondere Speisen, die zum Beispiel rohe Eier, rohes Fleisch, rohen Fisch oder rohe Krustentiere enthalten.

Speisen für den Transport verpacken
Alle Lebensmittel müssen gut und rundherum verpackt werden. Das gilt auch für lose Lebensmittel wie trockene Kuchen und frische Brötchen. Wichtig: Brot und Brötchen nicht in Mülltüten, Gemüsekisten oder in Kontakt mit Eierkartons bringen.

Getränkeabgabe
Ist der Kühlwagen sauber? Wurde die Schankanlage in den letzten sieben Tagen gereinigt? CO2 nicht in der Sonne lagern.

Wareneingangskontrolle bei angelieferten Speisen 
Frischecheck: Wurden sie am selben Tag oder am Tag zuvor hergestellt? Bei Produkten in Fertigpackungen: Ist das Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum nicht abgelaufen?
Verpackungscheck: Die Speisen sind abgedeckt oder gut verpackt. Die Verpackung ist unbeschädigt. 
Temperaturcheck: Überzeugen Sie sich, dass gekühlte und heiße Lebensmittel tatsächlich ausreichend gekühlt oder heiß genug angeliefert werden.

Grillgut und heiße Speisen heiß halten
Die Warmhaltetemperatur für heiße Speisen beträgt 65 °C. Mit einem Speisenthermometer lässt sie sich einfach kontrollieren. Vorher die Suppen und Eintöpfe gut umrühren. Speisen maximal drei Stunden warmhalten.

Speisen gut durchgaren
Beim Frittieren eine Temperatur von 175 Grad nicht überschreiten. 

Speisen geschützt präsentieren
Alle Lebensmittel müssen vor ungewollten Fremdeinflüssen geschützt werden. Hust- und Spuckschutz für offene Speisen: Abschirmung z. B. mit Plexiglas schaffen; Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung, Regen, herabfallendem Laub, Insekten oder überfliegenden Vögeln.

Hände waschen
Saubere Hände und gründliches Händewaschen sind unerlässlich, damit keine krankmachenden Bakterien und Viren auf Lebensmittel übertragen werden. Deshalb sollte eine Handwaschgelegenheit mit Flüssigseife und Einmalhandtüchern immer in der Nähe sein.

Fragen zum Thema kann auch das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz in Gelnhausen beantworten:
Tel.: 06051 85-15510 
Ansprechpartner für Freigericht: Herr Jakob