WEIN & ESPRESSO TREFF LINK: Deutsche Weine

Deutsche Weine – Qualitätsstufen und Klassifikationen
Es gibt hierzulande eine so große Differenzierung bei den Weinqualitäten. Sicherlich kennen viele die Begriffe wie Kabinett und Spätlese. Was ist aber z.B. eine Auslese oder Trockenbeerenauslese und wie unterscheiden sich die einzelnen Qualitätsstufen?

Güteklassen nach dem deutschen Weingesetz
Das Deutsche Weingesetz teilt deutsche Weine in vier Güteklassen ein. Diese Güteklassen unterscheiden sich hauptsächlich nach dem Zuckergehalt des Mostes, gemessen in Grad Oechsle, verbunden mit einer Regionalbezeichnung. 

Deutscher Landwein
Deutscher Landwein ist ein Wein mit der geografischen Angabe, dass er ausschließlich aus Deutschland kommt. Die geografische Angabe erfolgt nach 26 festgelegten Landweingebieten, wie z.B. Badischer Landwein oder Rheingauer Landwein.

Deutscher Wein
Deutscher Wein ohne Herkunftsbezeichnung wurde früher „Tafelwein“ genannt. Der Begriff Tafelwein wurde im Rahmen einer EU-Weinrechtsänderung im Jahr 2009 abgeschafft.  Er   muss ausschließlich aus heimischen Rebsorten gekeltert werden und von zugelassenen Weinbergflächen kommen. 

Qualitätswein 
Qualitätsweine dürfen ausschließlich aus einem der 13 deutschen Anbaugebiete kommen. Je nach Rebsorte und Anbaugebiet sind unterschiedliche Mindestmostgewichte vorgeschrieben, die den natürlichen Alkoholgehalt widerspiegeln. Es ist aber auch erlaubt, ebenso wie bei Landwein und Deutscher Wein, eine gesetzlich begrenzte Menge an Zucker während der Gärung zuzusetzen. 

Prädikatswein 
Beim Prädikatswein darf kein Zucker während der Gärung zugesetzt werden, es wird ausschließlich der natürliche Fruchtzucker zu Alkohol vergoren. Für Prädikatsweine gelten die höchsten gesetzlichen Qualitätsanforderungen. Diese unterscheiden sich je nach Anbaugebiet und Rebsorte insbesondere bei den Mindestmostgewichten. 

Man unterscheidet nachfolgende sechs Prädikate: 

Kabinett: 
Elegante Alltagsweine, die oft zum Essen getrunken werden. Mindestmostgewicht 73 Oechsle, im Anbaugebiet Baden 76 Oechsle 

Spätlese: 
Die Trauben werden etwas später geerntet. Dadurch erhält man reifere Weine mit mehr Fülle und Gehalt. Mindestmostgewicht 85 Oechsle, im Anbaugebiet Baden 86 Oechsle

Auslese: 
Geerntet werden handgelesene selektierte vollreife Trauben, unreife Trauben werden ausgesondert. Die Weine haben ein  langes Lagerungspotenzial. Mindestmostgewicht 95 Oechsle, im Anbaugebiet Baden 102 Oechsle

Beerenauslese: 
Überreife bzw. edelfaule Trauben, die auch handselektiert werden. Diese Weine sind ebenfalls sehr lange lagerfähig. Mindestmostgewicht 125 Oechsle, im Anbaugebiet Baden 128 Oechsle

Trockenbeerenauslese: 
Die Trockenbeerenauslese bildet die Spitze der Qualitätspyramide. Im Geschmack süß und honigartig mit einer extremen Alterungsfähigkeit über mehrere Jahrzehnte. Solche Weine können naturbedingt nicht in jedem Weinjahrgang geerntet werden. Mindestmostgewicht 150 Oechsle, im Anbaugebiet Baden 154 Oechsle

Eiswein: 
Trauben, die in gefrorenem Zustand unter minus 7 Grad Celsius gelesen und gekeltert werden. Dabei wird nur das Fruchtkonzentrat ausgepresst. Das Mindestmostgewicht entspricht dem einer Beerenauslese. 

"Bei uns werden Sie ausführlich und fachkundig beraten. Meistens besteht auch die Möglichkeit, den einen oder anderen Wein zu probieren. Nutzen Sie deshalb hierzu die Gelegenheit während unserer Öffnungszeiten: 

Montag - Dienstag - Freitag:
16:30 - 19:00 Uhr 
Samstag:    10:00 - 14:00 Uhr

Ansonsten immer wenn wir zu Hause sind. Einfach klingeln!
Zusätzlich bieten wir in unserer gemütlichen Probierstube Weinproben für Gruppen von 6 bis 20 Personen an, gerne auch mit kulinarischer Begleitung."